Elisabeth’s Haus-Postille 16/2015


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Freitag …

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Hallo Ihr Lieben,

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er steht vor der Tür – der Advent advent (2).

Andrea ist hier seit Tagen am Schmücken. Immer wieder taucht sie im Keller ab und schaut nach, was ihre „Schatzkistchen“ so hergeben (die Umzugskartons, die mit all dem Deko-Zeugs im Keller stehen). Langsam wird’s hier weihnachtlich. Andrea sagt, dass sei gut so, schließlich wird hier zwischen Weihnachten und Neujahr (oder gar Heil. Drei König?) weiter renoviert, Weihnachten wird für uns kurz ausfallen.

Aktuell ist Andrea hinter Tapeten her. Schonmal handgearbeitete Tapeten in den Händen gehalten? Andrea und Jörg auch nicht … aber: es gibt sie (Farrow and Ball in England) … Andrea ist begeistert, und ich bin gespannt. Ich ahne aber eines schon: ich werde wieder oft hören, im Weg zu stehen, wenn die hier loslegen.

Ohne großen Anlaß habe ich gestern ein Geschenk bekommen: eine neue Garderobe:

garderobe

Nur für mich alleine (meine „Kleidchen“).

Früher (vor den Malerarbeiten) hatte Andrea einfach Nägel in die Balken vom Wintergarten geklopft. Das ist jetzt verboten.

Ich glaube, Jörg würde das Kriegsbeil ausgraben ausfallend_schreien , wenn die hier den frischgestrichenen Balken mit Hammer und Nagel zu Leibe rücken würde . Also musste eine andere Lösung her.

Leinen im Flur unterbringen? Auch blöd … Jörg hatte zwar eine gute Idee, wie er mir im dann mal neuen Flur (Plan steht schon zwinker) auch einen Haken geben kann, Andrea fand die Idee nach ein paar Tagen Nachdenken dann doch nicht sooo gut.

Jetzt dann fiel ihr ein, dass man die Leinen auch anders aufhängen kann. Herrendiener war da so eine Idee …

Andrea war gestern in Singen im Möbelhaus *…..*. Eigentlich wollte sie nur Kerzen kaufen, aber dann hat sie mal nach „Herrendienern“ gefragt. Doch, gäbe es … hinten bei den Garderoben. Also hin zu diesen Garderoben. (Leute: die sind eher in der letzten und zudem einer ziemlich dunklen Ecke in diesem Möbelhaus zu finden). Und? Natürlich: prompt kein Verkäufer in Sicht. Doch-doch – einen Arbeitsplatz gibt’s da schon für diese Leute (sagte Andrea, die da einen Computer an der Wand stehen sah – und das wäre kein Dekoteil … ), nur die Leute eben nicht.

Suche nach einem Verkäufer. Zwei Männer, die wohl zuständig sind, liefen da durch den Laden, ein Verkäufer wurde ausgerufen, Andrea sollte in dieser Garderoben-Abteilung warten. Tat sie auch … und tat sie … und tat sie … Keine Menschenseele in Sicht.

Andrea ist geduldig, wartet. Aber nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag. Kein Service? Dann eben so: nehmen wir doch den Garderobenständer aus der Ausstellung und gehen damit an die Kasse. Und da war dann Service.

Zuerst einmal konnte die Kassiererin der Andrea das Ausstellungsstück nicht verkaufen. Aber siehe da: einer dieser Fachverkäufer für die Garderoben-Abteilung war flux zu Stelle.

Nun musste der Mann der Kassiererin eine Verkaufsnummer raussuchen (also: in die Abteilung gehen, suchen, durchgeben) und: den Ausstellungs-Ständer wieder in die Ausstellung zurück tragen sonnenbrille.

Tat er. Nicht ohne zu maulen versteht sich …

Da stünde doch auf dem Zettel: „Bei Interesse Kontakt mit dem Fachverkäufer aufnehmen“. Andrea hat den Mann angeschaut und gesagt, dass sie genau das getan hatte … nachgefasst und gewartet, es sei aber einfach keiner gekommen! Ja, es sei eben viel los … (Was heißt hier viel los? Wenn die da verkaufen wollen, sollen sie auch für Service sorgen – und wir sprechen hier von einem stinknormalen Donnerstagvormittag).

Hätte dieser Mann noch mehr gesagt, hätte Andrea ihn sicher daran erinnert, dass sie ja wohl Kundin in dem Laden wäre – und vielleicht auch mal nach den Vorgesetzen gefragt … Andrea ist sicher kein Unruhestifter – aber deshalb läßt sie sich auch nicht alles gefallen. (Andrea vermutet, wenn der Mann gekonnt hätte, hätte er sie durch den Wolf gedreht … – schließlich fand das Galama nun vor der Kasse statt … vor Publikum 1).

Wenig begeistert waren auch die Leute, die nach Andrea an der Kasse standen – … die mussten nämlich warten, weil Andrea ja nicht mit dem Musterteil in der Hand aus dem Laden gehen konnte.

Als Andrea die Kasse hinter sich hatte, durfte sie sich meinen Garderobenständer im Warenlager abholen. Oh Freude: es wurde ihr ein kleines Paket ausgehändigt. Wie inzwischen Standard: ein Bastelsatz! Mist! Liebt Andrea sowas … Schon der Anblick der Montagezeichnungen ließ sich ihr die Pupillen weiten (einfach nicht ihre Welt).

Aber wie Ihr seht: Ständer steht! Jörg hat sich abends erbarmt …

Was hatte Andrea nachmittags gesagt(?): 30,00 für das Teil – wenn es Jörg nicht gefällt, kann man’s wegwerfen, ohne dass man über eine Fehlinvestition nachdenken muss.


*Pst* – ich glaube, Jörg mag meine Garderobe; ich denke, dem ist alles lieb, was nicht im Flur landen wird  essen_3


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Euch allen ein schönes Wochenende und schönen 1. Advent …

Eure

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