Elisabeth’s Haus-Postille 03/2016


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Donnerstag …

Der Tod der Heckenschere?

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Andrea ist aber auch zu blöd … Arbeitet die doch gestern 2 Stunden im Garten, jätet erstes Unkraut (echt: Ende Februar), schneidet Gräser und: läßt danach die Heckenschere draußen liegen …


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Hallo Ihr Lieben,

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und heute morgen – Schock(!) – Schneeeee … Ich dacht‘ mich laust der Affe …

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Montag hatten wir fast Sommer (16,5°), gestern war es zwar kühl, aber für den Garteneinsatz hat es gereicht. Und heute das. Andrea hat sich ganz schön die Augen gerieben, als sie nach dem Aufstehen nach draußen sah.

Nun – ich konnte es auch nicht fassen. Weiß – da wo ich gestern noch die ersten 2016er Löcher für meinen (Tennis-Garten-)Ball gegraben habe …


Momentan ticken die Uhren bei uns wieder anders. Jörg ist nicht da. Einfach weg. Sein Werkstatt-Korb („Sammeleimer“ für Zollstöcke) steht auf der Treppe …

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Von ihm? Keine Spur. Oh doch – ich habe nach ihm gesucht! Hab’s nicht verstanden. Wie kann ein Mensch einfach so vom Erdboden verschwinden? Wo ist um alles in der Welt ist nur das Loch in meiner Hütte?

Andrea sagte: das sei zu hoch für kleine Hunde … und was von Ferien und Pflügen der Pisten in den Dolomiten. In den was bitte? Und wieso Ferien? Wenn Ferien – dann nur mit mir,  nicht ohne mich!

Ich glaube Andrea kein Wort, klebe aber nun sehr an ihr. Nicht dass mir mein letztes Familienmitglied hier auch noch abhanden kommt.

Schön ist, dass wir seit ein paar Tagen viel länger schlafen. Gefällt mir. Andrea auch.

Und wir unternehmen viel. Wir gehen in den Wald, spielen „Zwergerl-Suche“ … und fahren (wie so oft) Zeugs weg (2x waren wir schon vollbeladen unterwegs – morgen geht es ein 3. Mal zur Deponie; wenn wir schon das große Auto hier stehen haben, muss sich das auch lohnen; Andrea räumt auf):

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Andrea nennt das Müll. Mir ist das egal – es betrifft mich nicht, jedenfalls solange nicht meine Sachen in diesem Auto hier landen. Ja, und: solange ich immer mit dabei bin …

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Andrea war klasse – sie hat mir gleich meine Transportbox auf dem Beifahrersitz festgemacht. Vorne fahren ist einfach toll (bin’s ja vom Smart auch so gewohnt). Ich muss doch auch mal rausgucken und nach Hund&Katz Ausschau halten können.

Toll ist nun auch, dass wir erst mittags frühstücken. Ich kann Euch sagen: ich mache dabei einen guten Schnitt … es gibt Hackfleisch oder Rindfleischstückchen für mich oder auch mal Fleischkäsbrötle ohne Brötle. Bin rundrum zufrieden. Jedenfalls mit der Versorgungslage und dem Entertainment.


Andrea ist aber nicht nur mit mir unterwegs, sondern auch mit ihrer Nähmaschine …

Ihr lest richtig: sie hat ein neues Hobby, wobei: sooo neu ist es eigentlich auch nicht … Sie hat ja mal in Amerika gewohnt, ganz in der Nähe zu einem Amish-Gebiet. Und da gab es immer wieder tolle Patchwork-Sachen (Handarbeiten) zu bestaunen.

Andrea wollte das auch lernen. Dann ist aber viel passiert in ihrem Leben (in dem, in dem ich noch gar nicht da war), und damit stand die Nähmaschine in der Ecke. Und nun stand Andrea vor der Frage: Maschine verkaufen oder endlich(!) nähen?

Sie hat sich für die Maschine und für das Nähen entschieden. Sie lernt nun, mit der Maschine umzugehen, zu nähen und zu patchworken.

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Und wenn es gut läuft, kriege ich eine neue Hundedecke …

Andrea sagt, daran kann man nichts falsch machen, weil der Hund es nicht genau sehen kann. Na, solange das Teil dann nicht nach Katze riecht, soll’s mir recht sein …

(Katzenhalter: nichts für ungut – aber Ihr wisst ja: bin ein Jagdhund bwz. sollte einer sein …).

Ja, und dann haben wir nun schon die „Halbzeit“ hinter uns, wie Andrea sagt (und ich es nicht kapiere). Am Sonntag kommt Jörg zurück. Ich glaube das erst, wenn ich es sehe.

Bisher hatte Jörg aber viel Spaß im Schnee – und noch mehr am Buffet (abends im Hotel – Andrea sagt, sie hört sein Jammern heute schon … und überlegt, der Waage die Batterie rausnehmen, und dann zu behaupten, das Ding sei kaputt).

So – für heute liebe Grüße, und ich werde mich dann mal in der Küche blicken lassen. Wir backen heute Zitronenkuchen im Glas …

Eure

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Elisabeth’s Haus-Postille 02/2016


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Dienstag …

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Hallo zusammen,

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geeeschafft(!) – die Tapeten … und Jörg auch.

Am Sonntag hat Jörg hier die letzten Tapetenbahnen an die Wand geklebt und Montag das Malerzeugs wieder zurück  in die Werkstatt gebracht ( … natürlich rückt er mit diesen Sachen nicht den Möbeln, die er so baut, zu Leibe; aber in seiner Werkstatt steht das Zeug besser rum, als in unserem Keller – meint Jörg).

Sonntagabend waren Jörg&Andrea dann vor allem eines: müde. Ich auch. Bevor Jörg die Tapeten fertig gemacht hat, waren wir noch kurz  im Wald. Trotz Regen (Wasser macht mir gar nichts aus). Hauptsache frische Luft (für die Zweibeiner) und frischer Duft (für mich).


Ungefähr 6 Zentimeter lang, knapp so breit, inzwischen dreckig,  *verschnutzelt* und: meines! MeinZwergerl“ nämlich …

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Dieses „Zwergerl“ kommt aus der Hundeschule von der Conny, in der ich gelandet bin (eine „weiterführende Schule“, keine Welpenstunde).

Andrea hat es vor gut 2 Wochen für mich bekommen – und mir gleich (auf dem Parkplatz an einem Wanderweg, an dem wir zu einem „Zwergerl-Spaziergang“ mit Conny gestartet sind) gezeigt, was sie da schönes neues für mich hat …


Die Fotos von Conny dürfen wir hier zeigen – wir haben natürlich vorher gefragt …


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(Foto: Cornelia Strunz, Hundeschule Jucon)
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„Uiiih – zeigt‘ mal her … – Interessant ! „

Und dann ging es los. Ich und 3 weitere Hunde – wir haben unsere Leute durch den Wald gezogen. Doch – das war so … ! Ich hab‘ ganz besonders ziehen müssen. Nicht etwa weil ich die Kleinste in den Teams war (die anderen waren größer) oder Andrea die faulste Läuferin … Ne-neee – ich kann es einfach *auf-den-Tod*(!) nicht leiden, wenn ich beim Spazierengehen hinten laufen muss.

Geht dem Jörg auch immer so: er kann es nicht leiden, wenn er mit dem Auto hinter höheren Autos herfahren muss; er sagt, er sieht dann die Straße nicht ein – na –  ich hab‘ halt den Waldvor lauter Beinen vor mir nicht sehen können …


Und weil Andrea mich gut kennt, hat sie mir mein „Zieh-und-Zerr-Kleid“ (Geschirr) angezogen (ich hing trotzdem keuchend in den Seilen, ziehen kann ich nämlich auch in diesem Outfit gut, dass das Halsband schlimmer gewesen wäre, konnte Andrea sich fast nicht vorstellen).


Und dann wurde es spannend …

Andrea hat mein „Zwergerl“ versteckt – ich musste es suchen gehen (hab’s System zwar nicht geblickt – wozu das verstecken, was man schon in der Hand hat? – habe aber fleißig mitgemacht).  Ich sage Euch: super. Ich suche doch so gerne – dieses Spiel ist also fellgenau mein Ding!

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(Foto: Cornelia Strunz, Hundeschule Jucon; da wo Andrea den Pfeil eingezeichnet hat, liegt mein Zwergerl an der Stufe)

Dieses „Zwergerl“ haben wir nun öfter dabei, wenn wir unsere Runden drehen. Ich darf mich dann immer wieder anstrengen zu suchen – und bin hinterher hundeglücklich-müde.

Ich muss ja nebenbei auch immer gut auf mein neues Spielzeugchen aufpassen. Wenn wir anderen Hunden begegnen, verteidige ich das „Zwergerl“ bis auf Zähne. Da lasse ich glatt den Schweinehund raushängen, wenn da einer meiner Artgenossen mit seiner Nase zu dicht an mein Eigentum kommt. So kennt Andrea mich gar nicht, ich bin sonst immer ganz verträglich und auch nicht auf Ärger aus.

Was dann auch keine gute Idee war/ist: das „Zwergerl“ im Haus zu verstecken.

Probiert hat sie’s – die Andrea … und den Versuch sofort eingestellt, als sie gesehen hat, dass sich für mich damit das Hausgesetz „weißes-Sofa-mit-Pfoten-besteigen-ist-verboten“ erledigt hatte …


Na … könnt‘ doch sein, dass sie es da unter den Kissen versteckt hat. Sie sagt zwar, so ein dreckig Teil käme ihr nicht auf’s saubere Leder – ich überzeuge mich aber lieber persönlich davon  …


Das Wohnzimmer ist nun eine Versteck-Tabu-Zone – für mich: Such-Tabu-Zone.

Und nebenbei: ich soll nun auch noch lernen, versteckte Gegenstände im Gelände zu finden – und die Gegenstände dann aber nicht wegzuschnappen, sie zu bringen (oder mit mich mit ihnen von dannen zu machen), sondern: sie liegen zu lassen!

Ob das wohl gut geht?

Das heißt für mich nun erstmal, dass ich „Platz“ lernen muss. Das kann ich nämlich nicht oder so herum: nur dann wenn ich das will (wenn ich müde bin, mich deshalb ablege) – aber „auf Befehl“? Ich weiß nicht, wer hier gerade neugieriger ist – Andrea oder ich(?) …

Habt‘ eine schöne Woche … und dann: schöne Fasnacht!  jackinthebox


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Ich zähle die Tage bis Sonntag: da wird hier nämlich zum ersten Mal seit dem 25.12. nicht am Haus rumgewerkelt.

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Der Sonntag gehört uns. Wir wollen (und das in dieser Reihenfolge) :

  • ein bisschen ausschlafen
  • mittags essen gehen (Andrea schielt auf einen „Griechen“)
  • danach die Daunen pflegen
  • nach dem Mittagsschlaf Kaffee trinken, Kuchen essen
    (kein Kuchen ist auch keine Lösung)
  • Nichtstun (ist besser als faulenzen)
  • abends nur die schnell-kalte Küche machen
    (Käseplatte, Kräcker, Obst;
    ..Weinflasche öffnen ist auch kochen – irgendwie jedenfalls) …

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Und dann kommt der Höhepunkt des Tages: wir entern das Sofa!

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Stimmt schon: Jörg hat nur noch kleine Augen (dem fehlt ein bisschen Ruhe und Nichtstun), Andrea ist blass um die Nase, aber am meisten habe ich den Auszeit-Tag nötig … – da bin ich mir ganz sicher …


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Liebe Grüße

Eure

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