Der Papa-Hund


Vom Standpunkt des Hundes aus,
ist sein Herrchen ein ungewöhnlich großer und schlauer Hund.
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(Mabel Louise Robinson)


 

Andrea wollte mich haben
– Jörg hat mich gekriegt.
Na Priiima! (Sagte Andrea … ).
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Gleich beim Kennenlernen in Durmersheim habe ich den Jörg angebaggert was das Zeug hält bzw., wie es so ein kleiner Cairn eben kann. Seine Füße – seine Hände … alles meins. Hat Andrea gar nicht bemerkt, was das abging. Sie war von uns allen total begeistert, hat uns gleich mal durch die Linse betrachtet (viele Bilder gemacht). Ich hatte Jörg …

Am 29.07.2012 bin ich umgezogen – wie von mir geplant zu meinem Jörg. Für ihn war ich auch erstmal nur eine Handvoll Hund:
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Unbenannt - 19
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Ein Welpe weiß und kann und darf so vieles noch nicht …

Treppen-steigen gehört dazu.

Erstmal haben Andrea und Jörg den Weg in die heiligen Hallen nach oben (Schlafzimmer, für mich verboten – „eigentlich“) gesperrt (ich könnte ja die Stufen runterpurzeln). So hat Jörg mich jeden Abend nach oben getragen, und zwar in dieses Zimmer, in dem geschlafen wird (allerdings ahnte ich noch nicht, dass man da wunderschön liegen kann, heute weiß ich das) und hat mich in meine Box verfrachtet:

box

Die Box stand neben Andrea’s Bett – so hatte sie mich unter Kontrolle (im Ohr – für den Fall, das irgendwas ist … – Was sollte schon sein? Ich schlief – und das brav durch vom ersten Tag).

Jörg ist eine Nachteule (offen für Diskussionen jedweder Art bis tief in die Nacht), dafür morgens: Schlafmütze. Und da dachte Andrea, mit mir sei nun die Weckhilfe ins Haus gekommen. Stimmte ja  auch – erstmal.

Ich durfte morgens in das große Bett (nachdem ich zuvor zum Pinkeln im Garten war versteht sich – wer will schon E-Pinkel im Bett?), bin über den Jörg gehüpft, habe nach seinen Fingern geschnappt, in seine Decke gebissen …

Und er hat diese Spiele mitgemacht.

Bald war nicht nur ich bei ihm – auch mein Spielzeug (Jörg hat schnell kapiert, dass es besser ist, ich haue meine Milchzähne ins Spielzeug als in seine Finger oder Zudecke).

Für Andrea waren das schöne Tage (wenn auch gezählte): Jörg war schnell putzmunter.

Lange hat Andrea’s Freude nicht gehalten. Nicht nur das Jörg gelernt hat, sich gegen meine Mäusezähne zu schützen – viel mehr habe ich schnell gelernt, dass schlafen schöner ist als spielen!
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daumennuckler

So! Jetzt hatte (und hat!) Andrea nicht nur 1 Schlafmütze da liegen, sondern 2 … (Daumen-nuckeln find‘ ich immer noch schön, dafür wird man wohl nie zu alt).

Soweit die „Bett“- und „zu-Bett-geh-Geschichten“ blieb die Treppen-steigens.

Auch das hat Jörg in die Hand genommen – er hat mir gezeigt, wie das geht: die Stufen zu laufen. Klar: heute nehme ich die schneller als er *grins*.

Spaziergänge. Jörg hat ja nur sonntags Zeit (oder in den Ferien). Und dann gehört er auch ganz mir. Jörg spielt immer Stöckchen oder Verstecken oder sowas mit mir … Oft laufen wir um die Wette:
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amhang.
Ab und zu besuche ich Jörg in seiner Werkstatt. Da gibt’s dann richtig viele Stöckchen … Jörg hat nämlich eine Schreinerei, da fallen die Späne für mein Wohlergehen.
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inwerkstatt

Und abends solltet Ihr mal sehen, wie wir hier durch die Hütte fetzen, wenn Jörg nach Hause kommt (wehe er kriegt die Kurve mal schneller als ich – und glaubt mir: ich bin schlau, ich kenne ihn, ich behalte ihn im Auge – dann fege ich „schreiend“ hinterher).

Hier ist’s immer so: bevor er noch der Andrea „Hallo“ sagen kann, passe ich ihn vor der Haustür ab (innen vor der Tür Leute – ich setze mich immer auf einer der unteren Treppenstufen, wenn ich höre, dass sein Auto hier auf den Hof fährt – ich hocke doch nicht VOR der Tür, könnt ja kalt, nass dunkel sein da draußen). Damit ist klar, wie die Rollen hier verteilt sind.

Spiel und Spaß ist eine Sache – der starke Mann zum Anlehnen die andere:
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sylvester.

Sobald es krawumselt und/oder krablitzelt (egal ob nur Gewitter oder bloß Sylvester – das ist mir völlig Wurscht, hier: Jahreswechsel 2012 | 2013) werde ich sofort sensibel …

Bester Platz dann: auf Jörg’s Schoss. (Andrea geht auch, die muss ich ja nehmen, wenn er nicht da ist – meine erste Wahl aber immer: er!).
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amberg.

Ein Herz und eine Schnauze 🙂

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