Over the rainbow


Der einzige Tag an dem du bereuen wirst,
dass du dir einen Hund angeschafft hast,
ist der Tag, an dem er von dir gehen muss.
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(M. Finn Drechsel)


Wer sich ein Tier in sein Leben holt, nimmt auch den Tod mit auf. Das ist so, das sollte man wissen.

Mein Grundsatz: für meine Hunde mache ich alles, ich suche nach Hilfe, wo immer ich sie kriegen kann – nur gequält werden sie nicht. Ich werde sie nicht am Ende noch unnötigen Eingriffen unterziehen lassen – Eingriffen, die keinem mehr was bringen. Ich bin froh, einen Tierarzt an meiner Seite zu haben, der meine Einstellung versteht, mitträgt.


Ich habe nun 3 Cairns im Regenbogenland.

Jedes Mal tat mir der Abschied weh, und ich versuch(t)e mich damit zu trösten, dass die Zeit, die wir vorher hatten, eine wunderschöne war, eine, auf die ich nicht hätte verzichten wollen. Die Erinne-rungen an sie bleiben lebendig . Doch, wir sprechen auch heute noch oft von den Dreien … und das mit einem Lächeln.


Picabo von der Niederburg, Konstanz
(22.02.1995 – 07.05.2012)

picabo

Meine erste und auch aus jener Zeit letzte Hündin, sie hat Svenja und Hamlet, die nach ihr zu uns kamen, überlebt. Ihre letzen Jahre konnte sie noch einmal das Einzelhund-Dasein genießen.

Picabo ist fast biblisch alt geworden – 17 Jahre und 3 Monate. Und das bis zum Schluss bei ziemlich guter Gesundheit. Sie hörte nicht mehr gut – klapperten in der Küche aber die Töpfe … stand sie sofort da. Essen und schlafen waren ihre letzten Wochen.

Und dann kam der Tag, an dem sie nur noch schnell zum Blaseleeren in den Garten sollte, ich weg wollte – und meine Hündin im Garten nicht mehr finden konnte. Rufen: zwecklos (siehe oben).

Und dann fiel mein Blick auf die Oberfläche unseres Teiches. Da trieb meine Picabo … Kopf und Schwanz unter Wasser. So schnell wie da war ich zuvor noch nie am Teich. Ich habe sie noch lebend aus dem Wasser gezogen, bin mit ihr zum Tierarzt gerast. Doch was dachte ich, dass der noch hätte tun können? Keine Ahnung.

Die Frage stellte sich dann auch nicht mehr. Picabo ist auf dem Weg zum Arzt an meiner Seite eingeschlafen.

Besonders getroffen hat mich, dass es der Teich war, der ihr zum Verhängnis geworden war. Nur ihretwegen habe ich überhaupt einen Teich bekommen/angelegt. Sie war eine  gute Schwimmerin, eine kleine Wasserratte  …


Svenja – Extra vom Spitalhof, Wört
(01.09.1996 – 23.10.2008)

svenja

Mit Svenja musste ich den Weg „Abschied“ als erstes gehen.

Ihr Tod kam für mich damals total überraschend. Ich dachte, sie hätte was unrechtes gefressen (wie’s eben so ist: Svenja war eigentlich immer hungrig und hat alles was ihr vor die Schnauze kam, gefuttert), dachte sie hätte nur Darmprobleme. Wie man sich das dann so denkt: Spritze und Tablette und alles ist wieder gut. Nix war gut. Ein Tumor drückte ihr den Darm fast zu. Und ihr war nichts, aber auch gar nichts anzumerken – sie war zuvor so fröhlich wie immer.

Svenja ist beim Tierarzt sanft in meinen Armen eingeschlafen – und hat mir, fast wie zum Dank, noch einmal das Gesicht abgeschleckt.


Heskery Hamlet,
Bubendorf Österreich/Burgenland
(06.04.1997 – 01.10.2009)

hamletDer kleine Österreicher, der unser Trio komplett gemacht hat
(Eine gewisse Ähnlichkeit mit Elisabeth ist nicht zu übersehen)

Hamlet war ein total süßer Bursche. Total anhänglich und verschmust – jedenfalls wenn es um uns oder seine „Mädchen“ ging (mit anderen Hunden hatte er es überhaupt nicht – weder mit Rüden, noch mit Hündinnen).

Er hatte sich in seinem etwa letzten Lebensjahr sehr verändert, das ging soweit, dass er sogar mir, an der er immer sehr hing, in die Hand gebissen hat (so dass ich damit zum Arzt musste). Dabei war Hamlet damals schon auf einem Auge blind – das zweite folgte leider auch noch. Am Ende seines Lebens lebte er offensichtlich orien-tierungslos in der Dunkelheit – und „weinte“ nach mir (letztlich auch nachts). Wir konnten leider nichts mehr für ihn tun …


Seelenhunde

Seelenhunde hat sie jemand genannt… …jene Hunde, die es nur einmal gibt im Leben, die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege. Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen… Seelenhunde – manche sind unvergessen …weil sie ein Leben verändert haben und auch nach ihrem Tod in einem weiterleben. Man spürt es- in seinem Denken, seinem Handeln, seinem Fühlen.

(Verfasser unbekannt)


Testament eines Hundes

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben denen zu hinterlassen, die sie lieben.

Ich würde auch solch ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem anderen Hund, der dich liebt, würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im tröstenden Arm.

Und, wenn ich einmal sterbe, dann sage bitte nicht: ‚Nie wieder werde ich einen Hund haben, der Verlust tut viel zu weh!‘ Suche Dir einen neuen Gefährten und gib ihm meinen Platz.

Das ist mein Erbe.
Die Liebe, die ich zurücklasse, ist alles, was ich geben kann.

(Verfasser unbekannt)


Darf ich nun gehen?

Meinst Du, es ist der richtige Zeitpunkt?

Darf ich den schmerzerfüllten Tagen und unendlichen Nächten Lebewohl sagen?

Ich habe gelebt, so gut ich konnte, habe versucht, ein Beispiel zu geben. Kann ich nun diesen letzten Schritt wagen und meine Seele freilassen?

Ich wollte zunächst nicht gehen, habe mich mit aller Macht dagegen gewehrt. Irgendwas zieht mich jedoch hin zu einem warmen, lebendigen Licht.

Ich will gehen, glaube es mir, es ist so schwierig, hier zu bleiben. Ich versuche jedoch, so gut ich kann, noch einen Tag zu leben, damit Du Dich um mich kümmern kannst und ich Deine Liebe und Deine Angst teilen kann.

Ich weiß, dass Du traurig bist und Dich fürchtest, denn ich sehe Deine Tränen. Ich verspreche Dir, ich werde nicht weit weg sein und ich hoffe, Du denkst immer daran, dass meine Seele immer bei Dir ist, ganz gleich wohin Du gehst.

Danke dass Du mich liebst hast.

Du weißt, ich liebe Dich auch; deshalb ist es so schwer, Lebewohl zu sagen und dieses Leben mit Dir zu beenden.

Nimm mich einfach noch einmal in Deine Hände.

Ich möchte hören, wie Du sagst, dass Du mich heute gehen läßt, weil Du mich so lieb hast ….

(Verfasser unbekannt)


Die “Regenbogenbrücke”

Eine Brücke verbindet Himmel und Erde. Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras.

Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist immer warmes schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mehr mit den Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.

So rennen und spielen sie jeden Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf und die Augen werden ganz groß. Plötzlich rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und schneller. Es hat dich gesehen.

Und wenn du und dein spezieller Freund sich treffen, nimmst du ihn in deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und du schaust endlich wieder in die Augen deines geliebten Tieres, das so lange aus deinem Leben verschwunden war, aber nie aus deinem Herzen.

Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und ihr werdet nie wieder getrennt sein …

(Verfasser unbekannt)