Welpensuche


Egal wie wenig Geld und Besitz du hast,
einen Hund zu haben, macht dich reich!
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(Louis Sabin)


 

Wie Andrea und Jörg mich gefunden haben …
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Behundet war Andrea seit 1995. Im Mai 2012 musste sie von ihrer ersten und gleichzeitig auch letzten Hündin Picabo Abschied nehmen. Geplant war, dass sie und Jörg (mit dem sie inzwischen in ihrem zweiten Leben angekommen war) erstmal keinen Hund mehr haben würden.
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Doch wie sagte Heinz Rühmann mal?
Man kann auch ohne Hund leben – es lohnt sich nur nicht !
Stimmt.
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Während Jörg selbständig ist, damit viel arbeitet, saß Andrea alleine Zuhause, nachdem ihre Picabo nicht mehr da war. Und schnell wurde ihr die Stille da zu laut. Auch wenn es anders besprochen war – sie hat‘s ohne Hund nicht ausgehalten, drückte sich 2 Wochen nach Picabo’s Tod die Nase am PC-Bildschirm platt – auf bekannten und auch unbekannten (Cairn-Züchter-)Seiten.

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Und vor allem aber und ganz wichtig: wie bringt sie DAS dem Jörg bei? Am besten so: nach Feierabend, gemütlich im Wintergarten sitzend, den Tag ausklingen lassend …
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Andrea: „Ich möchte wieder einen Hund haben – und ganz genau genommen, möchte ich nicht nur einen sondern 2 Cairns!“
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Erstmal Stille …
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Dann hat Jörg gemerkt, dass ihr die Sache ernst war … „Weiterschweigen“ war keine Lösung.
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Nun, er würde wohl nicht um einen neuen Hund drum herum kommen … Aber: wenn er einem Hund zustimmen würde (noch hieß es „wenn … und würde“), dann nur einem – nicht zweien!
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Besser einen Cairn als keinen Cairn, Andrea hat sofort „angenommen“ – und sich an’s Werk gemacht … Wo gäb’s wohl einen Cairn-Welpen?
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Erster Züchterkontakt. Ein netter sagte Andrea. Und es sah wirklich so aus, als hätte sie eine kleine Cairn-Hündin in Aussicht. Ein anfänglich geplanter Besuch zum persönlichen Kennenlernen zog sich hin, und dann passierte etwas Unerwartetes (für Andrea auf alle Fälle, ich denke für den Züchter auch): sein aktueller Wurf erkrankte – er hat die Welpen bis auf einen Rüden verloren. Soweit die Info, die Andrea erhielt.
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Ein nächster Wurf stünde an, und Andrea fing an, nachzudenken …
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Nächster Wurf? Erstmal war sie ja nicht die einzige, die beim aktuellen Wurf auf einen Welpen gehofft hatte … da wären noch mehr Interessenten (auch für den neuen Wurf). Andrea sah ihre Chancen schwinden, und machte sich neuerlich auf die Suche.
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So hat sie uns entdeckt: die Cairns von den Bäretriewern.
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6 muntere Welpen-Geschwister hatten das Licht der Welt erblickt stand da im Internet zu lesen …
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ebild3_steffiUnsere Mama Momo mit uns – da war ganz schön was los …
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ebild42_steffiIch und meine Mama – und Bruder Charlie von hinten …
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ebild60_steffiIch …

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Kurzerhand fragte Andrea an, ob eine von uns Mädchen zu haben sei … So kamen sie mit meiner Züchterfamilie ins Gespräch und dann war klar: es gäb‘ eine Chance auf eine Hündin.
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Es wurde ein Kennenlern-Termin vereinbart – Andrea und Jörg machten sich auf den Weg nach Durmersheim.
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Während Andrea schon 3x Welpen hatte, wusste wie das so ist, war das für Jörg eine Premiere.
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Dann war es soweit. Die beiden waren da – und wir Welpen wurden „auf Jörg und Andrea losgelassen“. Ein herrlicher Anblick, sagte Andrea und hätte uns am liebsten gleich alle 6 genommen …
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Ohne groß vorher gefragt zu werden (das hätte Andrea wirklich tun sollen) wurden wir Welpen nun fotografiert, während wir über den Balkon und um Jörgs Füße herum liefen (vor allem ich bin gleich ganz lange bei ihm geblieben; ich konnte den Jörg sofort gut leiden). *Guck-und Streichel-Orgie* – bis wir in Welpenmanier einschliefen, wo wir gerade noch gestanden hatten.

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Der Nachmittag flog nur so dahin … Zeit, heim zu fahren. Vorher aber hatten meine Züchter aber noch Fragen an Andrea und Jörg.
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Und nun kam etwas, dass den Jörg völlig aus den Puschen gehauen hat – Grundsatzfragen
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Ob Andrea und Jörg wüssten, dass ein Hund nicht nur den Kaufpreis koste, sondern auch Steuern, Versicherung, Tierarzt, vielleicht Tier- klinik … Wo der Hund schlafen solle, wo er gefüttert würde, wie weit es zu den Gassiwegen sei … Ob es auch Dinge gäbe, die wir dem Hund nicht erlauben würden … was mit dem Hund geschehe, wenn einem von uns was passieren würde … und so weiter. Doch … die Liste war lang.
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Andrea gab Antworten – während Jörg still daneben saß (munter wurde der erst wieder im Auto). Im Anschluss an die Fragen war klar: eine von uns Hündinnen würden die beiden dann abholen dürfen – wenn auch noch nicht klar war, welche.
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Es gab 3 Hündinnen. Eine wollte meine Züchtermutter anfangs gerne behalten, und sie würde selbstverständlich zuerst aussuchen. Dann wäre da noch ein Interessent, der vor Andrea und Jörg angefragt habe. Und er käme natürlich auch vor den beiden dran. Logisch und fair.
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Damit fuhren die beiden wieder nach Hause.
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Lang‘ hat’s auf der Fahrt nicht gedauert … da hat Jörg losgelegt: ja was das denn solle mit den Fragen und er sei doch nicht so weit gefahren, und wolle nun keinen Welpen nehmen und überhaupt und-und-und („typisch Jörg“, wie ich heute auch weiß) – und: er wolle unbedingt die kleineste Hündin haben (uiii – der sprach schon von mir!).
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Andrea dazu: er solle mal wieder auf den Teppich kommen! Die Fragen hätte sie gerne beantwortet, sie fände sie wichtig und das zeige auch, dass ein Züchter mit Herz und Verstand hinter dem Wurf stünde, ein seriöser Züchter eben.
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Jörg möge sich doch mal überlegen, dass nicht alle Interessenten schon Hunde gehabt hätten, er könne doch nicht davon ausgehen, dass wirklich allen Leuten klar sei, was ein Hund so kosten kann. Und sie spräche nicht vom Kaufpreis. Man bekäme einen Hund – keinen Garantieschein!
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Wenn man mit seinem Hund Glück hat, würde er alt – und das bei bester Gesundheit, so wünschen sich das alle. Es gäbe aber auch andere Hunde, die eben einmal öfter oder ständig beim Tierarzt seien oder auch mal in einer Klinik landeten. Während Andrea und Jörg klar sei, dass sie alles für unsere bisherigen Hunde getan haben, finanziert haben und dies auch für unseren neuen Lebensgefährten täten, so sei das manchen Leuten eben nicht bewusst, was da an Folgekosten auf sie zukommen könnten.
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Scheint eine komplizierte Sache zu sein – so ein Hundekauf …
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Jörg kriegte sich wieder ein, pochte aber immer noch auf die kleinste Hündin. Andrea: … süß sind alle und du kriegst, was du kriegen kannst!
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Am Rande bemerkt: dass Jörg sich so aufgeregt hat, wissen meine Zuchtereltern inzwischen natürlich 🙂 , das hat Andrea den beiden verraten. Und? Genau: nicht nur dass wir nach wie vor miteinander sprechen – wir verstehen uns gut, halten Kontakt, wenn auch „nur“ locker – jeder hat ja so sein eigenes Leben. Aber: meine Zuchteltern wissen immer ganz genau, wie es mir geht – sie lesen meine „Postille“).


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Erstmal war noch viel Zeit, bis wir umziehen dürften.
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Dann war er da – der große Tag: Sonntag, 29. Juli 2012. Kurz vorher hatte Andrea gehört, dass der erste Interessent zwar mal angefragt hatte, ob er einen Welpen haben kann, dann auch mal bei uns vorbei kommen wollte. Weder kam der noch hat der sich gemeldet, entschuldigt. Damit war klar: so einer kriegt keinen von uns. Andrea und Jörg wussten, als sie am 29. losfuhren, dass sie sich nun eine Hündin von zweien aussuchen können.
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Kurz bevor ich umziehen durfte, ist bei meinen Zuchteltern ein Menschen-Baby eingezogen und meine Zuchtmutter hatte sich danach entschieden, doch keine aus unserem Wurf zu behalten. Damit konnten sich Andrea und Jörg eine von uns drei Mädchen aussuchen (wie blöd das klingt, nicht wahr? – Wir sind nämlich alle 3 ganz klasse Cairn-Mädchen und unsere 3 Brüdern stehen uns in keinem Punkt nach).
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Andrea und Jörg hatten eine große Tasche dabei. In der Tasche: ein bisschen was für meine Zuchtamilie, etwas für das neue Baby und selbstverständlich auch für den großen Bruder vom Baby.
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Geschenke raus aus der Tasche – Tasche leer.
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Und ich hatte die Tasche zuerst besetzt (sie gegen meine Brüder und Schwestern verteidigt). Schwups hatte ich mir meine neue Familie ausgesucht. Ich die – nicht die mich!
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elisabethtasche.


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„Zuhause“ sitzt Andrea immer noch während Jörg in seiner Werkstatt ist – aber nicht mehr alleine (und auch nicht ständig – oft sind wir zusammen unterwegs … im Auto, im Wald, im Feld).
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