Wer Zäune macht …

Wer Zäune macht …

… muss Grenzen finden. (Michael Marie Jung ,*1940)

Grenzen (Grundstück) hatten sie gefunden … damals … 1999. Wie wir kürzlich sehen mussten: an einer Seite eine falsche.

Nachdem unsere Zweibeiner 20 Jahre hier leben, kam die Stadt nun mit den Grenzvermessungspunkten. Nun hatten wir klar vor Augen: unsere eine Zaunseite stand mit etwa 20 Zentimetern im Garten des Nachbarn. Klar: musste rückversetzt werden. Nur: nicht in Eigenleistung, wie Andrea gleich sagte. Grenzgeschichte. Die soll dann wasserdicht sein.

Also hat Andrea Kontakt zu einem Gartenbauunternehmen aufgenommen – eines, mit dem sie schonmal sehr gut zusammengearbeitet hat.

Andrea weiß, wovon sie spricht – seit sie eine Edelkastanie fällen lassen wollte (und es letztlich machen lassen/dürfen hat). Während Andrea sich da so dachte, die rücken hier mal eben so mit der Kettensäge an, stellten die(Gartenbauunternehmen) erstmal jene Frage: ob Andrea das denn mit der Stadt abgesprochen habe, ob das abgesegnet sei, so von wegen Baumschutzsatzung.

Andrea: nachgefragt. Oh ja – Baumschutzsatzung – Baumschutzbeauftragte. Und diese rückte dann hier an, nahm den Baum in Augenschein, hat nachgemessen und: ihn dann zur Fällung freigegeben (Höhe/Umfang lagen noch im Bereich des Fäll-Erlaubten, ein Jahr später, und die Sache wäre wohl anders ausgegangen). So kam die Kastanie dann unters Messer (unter die Säge).

Das Versetzen des Zaunes hätte eigentlich bis Ende Januar erledigt sein sollen (Terminvorgabe seitens des Nachbarn), und so war das auch eingeplant. Nur: auf Wetter, Krankenstand oder sowas hat Andrea keinen Einfluss.

So sollten die Arbeiten nun am zurückliegenden Montag (3. Februar) beginnen. Das Wetter zog einen Strich durch diese Rechnung – es regnete, und das so sehr, dass verschoben werden musste.

Dienstag war es dann soweit – es ging los (Andrea hat natürlich gefragt, ob sie fotografieren darf).

Irgendwie hatten wir in dieser Woche April. Das Wetter lieferte von allem was. Mittags sah das hier dann so aus …

Weißes Treiben von oben. Andrea dachte, die Arbeiten hätten sich damit für diesen Tag erledigt. Hatten sie sich nicht. Kurzer Schneeschauer, dann: Sonne. Es ging weiter.

Drei Tage hatten wir die beiden Gärtner bei uns zu tun. Klasse: sie waren für unseren Garten da – und dennoch fast unsichtbar.

Für uns natürlich nicht …

War ja spannend. Für Andrea auch – mit Blick auf uns. Vormittags hat sie uns weggesperrt, obwohl wir doch soooo gerne dabeigewesen wären. Was drang dazu an unser Ohr? Lästig – ständig im Weg – unberechenbar wenn die Terrassentür aufgehen würde … Zugegeben: wir waren aufgekratzt. Ist doch auch toll, wenn sich da im Garten was tut. Wir hätten gerne geholfen.

Also: vormittags = verordnete Hausarrest-Ruhe, nachmittags durften wir dabei sein. Im Haus, nicht im Garten. Leider.

Drei Tage. Tage, die nicht ganz so harmonisch verlaufen sind, wie es hätte sein können.

Bitte: das lag nicht an uns, nicht an Andrea und schon überhaupt nicht an den beiden Gärtnern. Manchmal kommen die Stürme ganz plötzlich auf – und aus unerwarteter Richtung. Schade wenn Dritte das mit aushalten müssen, hier die beiden Gärtner.

Donnerstag: noch letzte kleine Arbeiten, dann war’s geschafft.

Das Wetter war prima, der Gartenwasserhahn noch aufgedreht, Andrea griff zum Kärcher. Ja, die beiden Gärnter hätten uns auch nicht „dreckig zurückgelassen“, aber so war es dann doch besser.
 

Ähm Wetter = prima? Gartenarbeit Anfang Februar? Eigentlich hat Andrea das vor April nicht auf dem Schirm (sie befürchtet, den Rasenmäher viel früher aus dem Winterschlaf holen zu müssen, als gedacht).


 

Unser Garten hat nun erstmal ein paar Lücken, wir dafür eine gute Aussicht. Auslichten war nötig wegen der Betonierarbeiten (Zaunpfosten).

Ob Andrea das so lassen wolle, oder ob sie da Nachpflanzungen wünsche? Andrea läßt es nun erstmal so und macht sich in den nächsten Wochen Gedanken, wie es werden soll. Sie hat im letzten Jahr ein paar Stauden gepflanzt, da möchte sie nun sehen, wie die im Frühjahr kommen, vielleicht gefällt ihr ja auch das eine oder andere dann gar nicht.

Das Beet rund um das Insektenhotel wird nach und nach entstehen, es soll auch noch eine Einfassung bekommen. Nur: nichts überstürzen. Auch wenn es jetzt ein bisschen blöd aussieht 😉 … (uns eh‘ egal, Hauptsache wir können wieder draußen laufen und spielen).

Die Crew vom See …

.

.

Die Kommentare sind geschloßen.