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Tag: 4. Oktober 2021

Winterfrühling …

Winterfrühling …

der Herbst ist da. Endlich. Wurde auch höchste Zeit, dass der miese Sommer sich verzupft.

Sommer! Ha! Viel Regen. Viel kühl. Draußen gefrühstückt haben wir nicht ein einziges Mal. Keine Freude am Garten. Andrea. Wir im Garten schon. Löcher buddeln geht immer.

Ob der Herbst besser wird? Oder gar der Winter? Oder ob es gar keinen Winter gibt?

Nun, wenn man verrückten Spatzen glauben darf, wird es nicht kalt. Die Irren – brüten die doch immer noch in unserer Platane. Vor allem abends (so gegen 18:30) hören wir die Kücken schreien.

Andrea: verdammt(!)

Längst wollte sie der Platane mit einer Schere zu Stamme gerückt sein. „Blatt am Stil“ ist ihr lieber, als das Laub kehren zu müssen. Nun hofft Andrea jeden Tag darauf, dass die Spatzenfamilie endlich auszieht.

Der hier gehört zu denen, die wir in Auge&Ohr haben …

Ob die glauben, die Platane sei ewig so gemütlich (dicht, sicher)?

Unser Jörg vermutet, dass die auch (mit) diejenigen waren, die ihm seine leckeren Weintrauben weggeputzt haben. Ehe er sich versah, war nix mehr da.

Dafür habe er viel sowas gesehen – Gerippe:

Seit Tagen futterten Jörg und die Vögel wohl um die Wette (wir denken, die Vögel haben gewonnen).

Jörg: das hier sei das, was die Pieper ihm übrig gelassen hätten und es sei ja auch unfair: er habe nur 5 Minuten, die hingegen den ganzen Tag (um sich die Bäuche vollzuschlagen). Erstaunlich sei: die eine noch fast vollständige Traube, die Jörg noch ergattern konnte, war die, die etwas außerhalb vom Balkongeländer hing, die, die die Vögel eben nicht gemütlich am Geländer hängend erreichen konnten …

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Andrea: ob er (Jörg) einen Apfel wolle (für’s Müsli, weil ja nur wenige Trauben da waren)

Jörg: nein(!) – ich wolle wissen, wer das war! Und sollte sich herausstellen, dass es Spatzen waren, dann aber … dann würde er die Bande samt Nest aus der Platane schütteln, da höre der Tierschutz auf! (Keine Sorge: hier passiert keinem was – das hat Jörg natürlich nur so gesagt, im Spaß).
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Und nächstes Jahr … aber dann … dann würde Jörg im Bereich Balkon eine Vogelscheuche hinhängen. Oder: ein Netz spannen. Möglich, dass ihm die Sache mit dem Netz ernst ist, zutrauen würden wir es ihm …

Für dieses Jahr ist aber langsam erstmal Schluss mit Garten. Hier hat sich jetzt doch noch ein bisschen was getan. Andrea hat ein Beet in Ordnung gebracht, neu gestaltet, nachdem ihr nun doch noch eingefallen ist, was man da machen könnte, soll ja gut aussehen, wenn wir da rausgucken, zumal es dann auch unser Blick vom Wohnzimmer aus ist.

Sauber, klar, Pinienrinde: Andrea hofft, dass wir uns die Pfoten in der schlechteren Jahreszeit nicht ganz so einsauen, wenn wir durch den Garten fegen.

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Auch auf der anderen Gartenseite hat sich was getan. Andrea hatte schon angefangen, die Thujahecke zu schneiden, als sie einsehen musste, dass sie die Linie oben nicht alleine hinkriegt. Auch dachte sie so, der Linie eine Kurve zu geben, sei eine gute Idee … Und das mit Jörgs Hilfe.

Jörg hat ja nie so viel Zeit für den Garten, hier war er aber dabei, und er hat toll geschnitten.

Die braunen Stellen sind normal, die Hecke hätte schon früher geschnitten werden müssen (das Braun wird nächstes Jahr wieder Grün werden, ganz sicher 😉 ). Unser Jörg hat da eine richtig tolle „Schnitt-Linie“ mit schwarzem Lack gezogen, schließlich sollte es ordentlich werden, nicht etwa krumm+schief (das überlassen wir anderen 🙂 ).

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Und auch auf unserer Hausbaustelle ist ein bisschen was gegangen. Ein Teil des neuen Bodens liegt. Wenn man nun unsere Haustür öffnet, schaut man auf einen durchgehenden Boden. Gibt Tiefe. Fühlt sich prima an.

Unser neues Wohnzimmer (oder besser Fernsehzimmer) ist nach wie vor Baustelle. Mal sehen, wann unser Boden (Bioboden, man sollt’s kaum glauben) da verlegt wird. Steht ja noch ’n bisschen was an …

Eines dieser Pakete ist der Andrea neulich auf den großen Zeh gefallen. Hochkant. Ist ihr einfach aus den Händen gefallen (Andrea zuvor: sie würde erstmal festeres Schuhwerk anziehen – damit schlüpfte sie in einen Wanderschuh; wie das wohl ausgegangen wäre, hätte sie ihre Schläppchen angelassen?). Und wie immer: das schwächste Glied gibt nach. Gebrochen. Andrea pragmatisch: verheilt auch wieder. Blöd nur erstmal: die Suche nach dann passenden Schuhen 😉 .

Für das nun zurückliegende Feiertagswochenende hatte Jörg auf dem Plan, unseren Kaminofen wieder anzuschließen. Auch schön, den nach 1,5 Jahren wieder anfeuern zu können, wenn … ja wenn … das Kaminrohr fertig lackiert wäre. Isses aber nicht.

Jörg hat erstmal nach einem passenden Lack gesucht (bitte: Ofenrohrfarbe, extrem hitzebeständig), den auch gefunden, 2 Musterdosen bestellt und geglaubt, eine dieser Dosen sei die richtige Farbe zum Ofen. Schwarz ist ja nicht gleich schwarz. Eines der Muster ist passend, nur: viel zu wenig. Nachgeordert ist die Farbe, nun geht der Ofen dann wohl nächsten Sonntag wieder in den Schornstein …

Besuch hatten wir neulich auch mal. Andrea’s Schwester und Schwager waren hier. War echt toll. Wir lieben die beiden! Auch wenn wir am Ende solcher Tage immer am Ende sind (nicht Polster auf Cairn sondern Cairn hat sich unter die Polster geschoben, Augen zu – gut‘ Nacht Marie) …

Und mitgebracht hat die Schwester u.a. das hier:

Es war einmal … ein „Weltenbummler“. Ein Fläschchen mit Geschichte …

1992. Ein Geschenk von Andreas damaligem (heute „exigen“) Schwagers. Ein Korn. Korn? Trinken Andrea und damals noch Otto nicht (*brrr*). Nun also stand die Flasche bei ihnen. Und sie zog mit ihnen. Zuerst an den Bodensee.

1997 von dort in die USA und 1999 zurück an den See.

2018: Familientreffen in Gronau (inzwischen mit Jörg, Otto ist 2005 verstorben). Die Gelegenheit, diese Flasche doch mal loszuwerden (gemeinsam öffnen, testen?). Dachte Andrea. Aber: viel Familie und keine Zeit für Schnaps. Die Flasche blieb in Gronau bei der Schwester. Dann: Umzug der Schwester von NRW nach Hessen. Und: der Korn zog mit ihr …

Und nun waren Schwester&Schwager zu Besuch bei uns. Samt Korn, Andrea hätte sich totlachen können, als die mit der Flasche hier standen. Und da hat dem dann das letzte Stündchen geschlagen. Gedanke: Restmülltonne auf, Korn rein, Deckel zu? Wäre hier der kürzeste Weg gewesen. Neugierig waren die hier dann doch. Wenigstens mal „riechen“ … Der Korken: morsch. Rausziehen nicht möglich, blieb nur „versenken“. Der Schnaps war nicht trinkbar (wer weiß, wie lange schon), er „stank sprittig. Rumgekommen ist er ja nun wirklich – jetzt trat er seine letzte Reise an … die durch’s Klo (wer weiß, wohin das Wasser ihn gespült hat; das Klärwerk ist nicht in die Luft geflogen).

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Aber nicht nur Familie. Wir haben auch einen Betriebsausflug gemacht … Jörg hat sich neulich eine Kantenleimmaschine angesehen, sie sich vorführen lassen. Und wir durften mitfahren. Ziel: Deißlingen (BW, Kreis Rottweil). Ein herrlicher Spätsommerfreitag. Traumwetter. Und: wir waren mal nicht in Eile.

Auf dem Weg nach Deißlingen waren wir noch kurz für Jörg im Bauhaus und beim Glashändler. Danach Andreas Wunsch: Geflügel von einem Direktvermarkter. Geflügel aus artgerechter Haltung. War richtig toll. Es war so schön, zu sehen, dass die Tiere dort wirklich ein schönes Leben haben … Freilaufend. Ein kleiner Badeteich … Artgerecht geht.

(Fotos durften wir machen, wir haben zuvor gefragt).

Mit einem frischgeschlachteten Brathähnchen in der Kühltasche ging die Fahrt weiter. Nächster Stopp: ein befreundeter Schreiner. Zeit für ein Pläuschen. Zeit auch für „geschäftliches“ …

(Bild ist freigegeben)

Und allerhöchste Zeit, noch etwas Kleber für die Kantenleimmaschine mitzunehmen 🙂 . Ja, auch den Jörg trifft der eine oder andere Lieferengpass ;-). Schön wenn man dann noch jemanden kennt, der aushelfen kann …

Hilft ein bisschen. Hofft Jörg. Zumindest kann Jörg weiterarbeiten. Er muss nicht wegen Materialmangel Zuhause bleiben.

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Danach ging es weiter zum eigentlichen Ziel. Eine Schreinerei. Jörg verschwand hinter dieser Tür, Maschine gucken …

Für uns stand nun eine richtig schöne Gassirunde an. Oberhalb dieser Schreinerei: ein Feldweg. Und: eine schöne Aussicht.

Gute 1,5 Stunden waren wir laufen, danach (und einer Riesenpfütze auf dem Rückweg + Kletten davor) waren wir glücklich, dass wir wieder ins Auto konnten. Wünsche hatten wir keine mehr.

Andrea hatte alle Scheiben des Autos runtergelassen. Ein leichter Hauch Frischluft. Super. Bis … ja bis: Jörg zurück kam, er das Auto startete und alle Fenster schließen wollte. Das Fenster hinter dem Beifahrersitz: *krsxzywtur* … Nix ging mehr. Viel frische Luft auf der Heimfahrt.

Andrea: hätte schlimmer kommen können. Es hätte regnen können oder kalt sein … oder …

Zuhause hat Jörg das Fenster dann erstmal zugeklebt …

Nächster Schritt: ein Anruf bei Jörgs Lieblings-Kfz-Mann … Jener Mann: aktuell für mehrere Wochen im Urlaub (priiiima), an jenem Tag: in Island.

Fernwartung/Anleitung hat trotzdem geklappt. Jörg hatte zuvor auch mal geschaut, was Youtube zu defektem Fenster so sagt. Ja, nun also ist die Familienkutsche notdürftig gerettet und wohl das erste, was der Kfz-Mann dann in die Hand nimmt, wenn er wieder Zuhause ist, er weiß immerhin schon, was hier auf ihn wartet … 🙂 … (Klar ginge andere Werkstatt auch, aber lieber ist dem Jörg, wenn es so läuft, wie nun geplant).

Wir sehen alles ganz gelassen und freuen uns nun erstmal auf was ganz anderes: auf unseren Strandkorb, der eigentlich im Laufe dieser Woche geliefert werden sollte. Wird sicher spannend. Andrea vermutet, dass wir die ersten sind, die dieses Körbchen belegen …