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Autor: Andrea

Und plötzlich war alles anders

Und plötzlich war alles anders

 

Anfang 2019. Beim Überspringen eines kleinen Bachlaufes muss Elisabeth sich das linke Kreuzband überdehnt haben. Wir sahen: sie humpelte nach jenem Sprung.

Tierarzt. Röntgen. Versuche, es irgendwie medikamentös in den Griff zu kriegen, scheiterten (war irgendwie klar, trotzdem einen Versuch wert). So kam Elisabeth Ende Januar auf den OP-Tisch. Was da wie auch immer nicht so gelaufen sein mag, wie erwartet – mir kam ein Häufchen Elend aus dem Aufwachraum entgegen. Ich verlud sie patschnass ins Auto …


 

Langsam verheilte die Narbe – alles unter „Schongang“. Schön dass wir bereits Hundebuggy-Fahrer waren (auf einen Buggy möchte ich nicht mehr verzichten – er leistet so oft gute Dienste, hier nun mal bei unseren Spaziergängen – Valentina hatte ihren Spaß, Elisabeth war mit dabei, lief kurze Strecken, wurde dann wieder gefahren; alles bestens).


 

Das Frühjahr zog ein, es wurde wärmer. Mitte Juni fuhren wir für ein paar Tage nach Berlin. Und da fiel uns Elisabeth zum ersten Mal aus. Den Weg zum Restaurant, in dem wir mit Freunden verabredet waren, wollte sie plötzlich nicht mehr laufen. Es ging nur noch ganz schleppend voran. Ein paar Schritte – dann stand sie wieder. Wir schoben es auf die Hitze.

Zurück am Bodensee wurde es nicht besser. Hinzu kamen regelrechte „Sauf-Gelage“. Ich witzelte, ich bräuchte wohl einen Wassernapf in *Schäferhundgröße*. Und dann dieser ständige Hunger … Das waren wir von Elisabeth nicht gewohnt. Sie war zuvor immer eine sehr „selektive Esserin“. Jetzt? Was immer angeboten wird: Schnauze auf und rein damit.

Die Temperaturen blieben hoch – Elisabeth hatte zu kämpfen. Sie hechelte, und das teils die Nächte durch. Noch immer war für mich der Sommer schuld. Wir schlafen unter dem Dach. Allerdings – ich konnte erstaunlich gut schlafen. Keine Nacht, in der ich vor Wärme hätte fliehen wollen. Valentina schnaufte auch hier und da mal. Also klar: Hitze.

Dann wurden die Nächte frischer. Elisabeths Hecheln blieb. Nun stand sie an – die Fahrt zum Tierarzt. Und von da an war klar: wir haben es nun mit einem nicht mehr gesunden Hund zu tun. Morbus Cushing – einfach erklärt: ihr Körper produziert eigenes Kortison. Noch nie was von gehört, totales Neuland. Ich googelte, schloss mich einer Cushing-Gruppe auf Facebook an. Doch je mehr ich las, um so größer wurden meine Fragen. Ich drehte mich um die eigene Achse, kam zu dem Schluss, dass es manchmal vielleicht besser sei, nicht zu hinterfragen, sondern einfach zu tun, was der Tierarzt anordnet. In diesem Fall: Pillen bis zum Lebensende – je nachdem, wie der Kortisonspiegel sich einpendelt = mehr oder weniger. (Morbus Cushing, Link Tierärzteverband).

Leider ist unsere Elisabeth ein Cairnchen, dass so „allen Mist anzieht“. Sie ist heute (10/2019) = 7,5 Jahre alt, hat 3 Operationen hinter sich (2 davon Not-Eingriffe) und hat neben dem Cushing nun auch noch Probleme mit den Augen, sie sieht nicht mehr richtig, orientiert sich schwer (sie verwechselt schon mal den Eingang ins Haus mit der bloßen Häuserwand).

Traurig, aber so ist es: Elisabeth ist angezählt. Würde ich was anderes sagen, würde ich mir selber einen in die Tasche lügen.

Ich habe bisher immer gesagt, man bekommt einen Hund, keinen Garantieschein. Wenn alles gut läuft, wird der Hund bei guter Gesundheit steinalt und liegt eines morgens friedlich verstorben in seinem Körbchen. Das aber ist eher die Ausnahme, das Leben sieht oft ganz anders aus. Und nun hat es unsere Hütte getroffen. Während ich natürlich auch von ca. 16 Jahren bei bester Gesundheit für Elisabeth (und natürlich auch Valentina) ausgegangen war, hatte das Schicksal andere Ideen.

Wir leben nun das neue Leben – mit einem nicht mehr gesunden Hund an unserer Seite. Wir schützen sie, wir tragen sie mit Liebe und hoffen, dass wir noch eine ganze Weile gemeinsam haben. Immerhin tröstlich: vom Kortison und den Augen einmal abgesehen, ist Elisabeth „cairngesund“ – Herz, Lunge, Leber, Nieren, Schilddrüse, Zuckerwert … alles prima …

Irgendwo im Nirgendwo?

Irgendwo im Nirgendwo?

Weit-weit weg … Herbst 1998 in den USA am Eriesee. Wir lebten zwischen 1997 und 1998 für 1 1/2 Jahre im Raum Cleveland, Ohio – und das selbstverständlich nicht ohne unser Cairn-Trio.

Kochen für den Hund

Kochen für den Hund

Die gute alte „Dörte“ (korrekt natürlich Dörre/Dörrautomat) ist mal wieder rundgelaufen. Für uns, und natürlich jedes Mal ein guter Grund, das Ding gut zu bewachen. Trockenfleisch, hausgemacht. Kaninchen (Bauchlappen) und Steifen vom Pferdefleisch …

(„Alt“ … Andrea hat dieses Teil vor ca. 30 Jahren gekauft, damals in Kärnten – und noch läuft das Gerät, noch gibt es keinen Grund, auf was neues zu schielen).

Aktuell …

Aktuell …

Wir überarbeiten gerade unsere Seiten … und noch läuft es ääächt nicht ganz rund in unserer Hütte. Noch hat die neue Navigation uns fest in der Pfote – nicht wir sie, aber wir arbeiten daran und hoffen, in Kürze wieder auf dem Laufenden zu sein.

Bis bald …

Elisabeth & Valentina