Weg von angestammten Bahnen

Weg von angestammten Bahnen

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So. Da haben wir also den Salat …

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Ungewohntes Treiben in der Hütte, und das gleich morgens. Wir wurden nervös. Wie immer. Hier tut sich was. Dranbleiben. Beobachten. Ja nicht übersehen werden. Half nichts. Um gut 08:30 Uhr: Haustür auf, Jörg und Andrea = raus. Wir? Eben: hinter jener verschlossener Tür. Andrea rief uns noch zu: lieb sein, bin gleich wieder da, muss kurz ans Auto!

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Kurz? 🤔 – 2 Stunden später war sie wieder hier. Ohne Jörg. Dafür mit einer Sushi-Platte …

Sushi For Two? Wer auch immer Two ist – Hautsache dieser Two lässt die Finger weg von dem, was wir als unseren Anteil im Auge haben. Wir mögen Sushi.

 


Heute morgen also. Jörg war mit Freund Erwin zum Start in eine coole Rollertour verabredet. Gestern hatte Jörg fleißig gepackt. Dachten wir. Heute seine laute Überlegung: ob er denn wohl Duschzeugs brauche? Andrea:

Nein, er solle sich mal besser nicht darauf verlassen, dass es das in Hotels gebe …

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Und los ging es dann. Ein Örtchen weiter … ob Jörg wohl seine Tasche mit der Kohle und den Papieren an Bord habe? Rechts ran. Kofferraum auf. Gecheckt. Ja, alles dabei …

Andrea:

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Weiter … Das Örtchen dann hinter sich lassend: ähm … das Handy? Ob das wohl noch Zuhause am Strom hinge? Rechts ran. Kofferraum auf. Gecheckt. Nicht da, also: noch am Strom. Zurück nach Hause.

Andrea:

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Jörg nahm so ziemlich jede Bodenwelle/-delle mit, die er auf dem Weg zurück finden konnte. Langsam wurde Andrea ganz leicht „blümerant“. Nun war ihre Überlegung die, ob es nicht besser wäre, sie würde den Smart nach Konstanz steuern … Okay – vielleicht besser schweigen … und Jörg machen lassen. In der Hoffnung, dass er nun endlich alles dabei hatte und nicht noch einmal stoppen oder gar umdrehen musste.


 

In Konstanz wartete Freund Erwin. Andrea vermutete: inzwischen wohl mit Kratzefuss (also leicht ungeduldig). Nutze ja nix. Jörgs Gepäck musste erst noch in den Roller verladen werden …

Übungssache. Gepäck und Motorrad hat Jörg ja gut im Blut, das hier lernt er jetzt. Und dann war es endlich soweit …

 

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Zum Abfahrtritual gehört auch (und schon immer – also auch wenn es um eine Motorradtour ging), dass Jörg sich winkend verabschiedet …

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Am Rande: da hat Jörg sich nicht nur einen neuen Helm gegönnt, sondern auch noch neue Schuhe (gut standfeste – er ist ja mal fast vom Glauben gefallen, als ihm Andrea entgegengerollert kam und Sandalen dabei trug; immerhin keine „Schläpple“ sondern Sandalen – gut am Fuß sitzend) und eine „Roller-Jeans“ (ist eine Jeans aus besonderem Material, tatsächlich so, dass sie im Falle eine Falles die Haut ein bisschen schützt, jedenfalls besser als ganz normale Jeans) … gegönnt und dann fährt der tatsächlich mit diesen ollen Handschuhen los (die passen so gar nicht dazu … 🥴 … und Ihr solltet mal seine anderen, vor allem die ganz neuen sehen … aber bitte – nun ist’s zu spät).

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Weg war er …

Wir haben uns total und dieses Mal überschwänglich gefreut, als Andrea wieder zur Haustür reinkam. Da ist uns doch ein Stein vom Herzen gefallen. So sehr, dass Andrea sich tatsächlich über unsere Begrüßung gewundert hat. Ja ist doch auch so – macht man ja nicht mit uns Cairns: einfach in der Hütte lassen, abschließen und gehen.

Jetzt sind wir gespannt, wann Jörg wieder hier ist. Andrea hat heute morgen dann noch was von einem ganzen Bett für uns gesprochen. Wau! Jörg: hier wird nicht nach meinen Daunen gegriffen, klar?!? Andrea: kannste nix machen … weg gegangen – Platz vergangen … 🙃 … Andrea weiter: und nun starten wir in ein paar „Mädels-Tage“ (so mit abends = früh rein in die Daunen und morgens = spät raus und so … )!

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Vom See …

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… die gespannt sind, wie wir hier die Zeit für uns genießen und gestalten, bis Jörg dann wieder dafür sorgt, dass der allgemeine Alltagswahnsinn uns zurück bekommt … und vielleicht (gaaaanz vielleicht) werden es ja auch 4 Rollertage statt nur der erstmal geplanten 3. Freund Erwin hat als Endziel wie Jörg so aus den Gespräch vermutet tatsächlich im Auge, endlich wieder mal bei „Gabriel“ vorbeizufahren. Alpenhotel Wolayersee im tiefsten Kärnten (den Herren Motorradfahrern = seit vielen Jahren bekannt/vertraut, immer wieder schön, dort zu landen).

Jörg hatte das auch schon angeträumt, dann aber mit Blick auf nur 3 Tage und eine doch recht lange Heimfahrt von Gabriel aus für dieses Mal wieder verworfen. Wir werden also sehen, woher die abendliche Anrufe und Tourenberichte kommen.

 

Heute Abend rechnen wir damit, dass Jörg im „Feurigen Tatzelwurm“ landen wird – das war immer das allererste Ziel ihrer Motorradwochen. Hauptsache die beiden haben Spaß am Fahren und dann schöne Zeiten bei jeweils gutem Essen und Trinken im „wo-immer-auch-die-Tagestour-endet“. Und: Jörg soll fit und munter heimkommen, denn: am kommenden Samstag geht es gleich weiter – dann mit dem Motorrad auf der Rennstrecke Anneau du Rhin im Elsass …

 

 

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