Nicht Wechseljahre …

Nicht Wechseljahre …

Jahreswechsel !

Und da wären wir also – angekommen in 2024

In 2023 ist in den letzten Wochen wenig passiert, davon abgesehen, dass unser Jörg einen großen Auftrag umsetzen musste, und das nicht vor unserer Haustür sondern in Ravensburg. Eine tägliche An- und Abfahrt wäre Blödsinn gewesen, und so ist Jörg kurzerhand dort für insgesamt dann 5 Wochen vor Ort in einem Hotel geblieben; er kam freitags nach Feierabend heim. Mit einer Ausnahme: das Wochenende vor der Baustellenabnahme hatte er noch ordentlich zu tun und ist deshalb auch dort geblieben. Einerseits super, andererseits ungewohnt, komisch.

Weil Jörg so viel zu tun hatte, hatte er auch keinen Gedanken mehr für andere Dinge. Alles was nicht mit Ravensburg zu tun hatte, wurde aufgeschoben, hinten angestellt. Aber: inbrünstig hat Jörg dann auch verkündet, nach Ravensburg ein Urlaubsschild an die Werkstatt-Tür zu hängen, und das bis einschließlich 06.01.2024. Und? Heute ist er wieder im Einsatz. Nix mit Urlaub. Wieder nicht. Urlaub ist dem Jörg nicht wichtig, jedenfalls nicht, wenn es um Urlaub mit uns geht (auch wenn Jörg im letzten Jahr nicht Skilaufen war – er hat sich doch eine Woche Urlaub mit seinem Freund gegönnt, ist auf coole Rollertour gegangen). Urlaub mit seinen Freunden ist ihm wichtig. Er sprach davon, dass er in diesem Jahr wieder mit seinen Freunden zum Skilaufen in die Berge will – sofern nicht noch was dazwischenkommt.

Jörg stand vor 4 Jahren zum letzten Mal auf den Brettern (mal fiel die Skiwoche wegen Corona aus, mal wegen Jörgs Knien). Wir gönnen es ihm. Bleibt trotzdem die Frage, wann er sich eigentlich zum letzten Mal über einen Urlaub mit uns gefreut hat … Urlaub hatten wir ewig nicht – nur hier und da mal einen Pflichttermin, der uns dann mal 2 Nächte auswärts hat schlafen lassen (oh – einmal sogar 3 Nächte in 2 verschiedenen Orten). Urlaub definiert Andrea jedenfalls ganz anders und danach gab es sowas zum letzten Mal im Spätsommer 2015 (Hausbootwoche).

Tja, sieht so aus, als ob wir unter Urlaub generell einen Strich ziehen müssen, das wird nix mehr, Andrea ist grad auch ziemlich durch mit dem Thema. Selbst die paar freien Tage zwischen den Jahren hat Jörg mehr mit seinem iPad vor Augen verbracht als mit uns (er suchte all-möglichen-Kram wie Andrea es nennt … mal Kreissägen, mal Arbeitskleidung, mal Skihandschuhe … und als er nun gestern bei Hausschuhen angelangt war, ist Andrea ausgestiegen, da hatte sie die Faxen dicke – Kreissäge und Hausschuhe: solange sie nicht gebraucht sondern nur geguckt werden, sind die uninteresasant, nichts, um seine Zeit damit zu vertun).

Über eines freut sich Andrea: auf ihr Drängen hin gab es einen neuen Wasserhahn im Gäste-WC. Andrea sprach schon ca. 2 Jahre davon, dort die Möglichkeit haben zu wollen, einen Gardena-Wasserschlauch anhängen zu können – dann, wenn die Gartenwasserleitungen wegen der Kälte abgestellt sind, damit sie auch so mal vor dem Haus mit einem Schlauch arbeiten kann. 2 Jahre Gerede. 2 Jahre umsonst. Nun der nächste Versuch, doch noch zu einem Ergebnis zu kommen. Jörg und Andrea fuhren ins „Bauhaus“. Jörg: weil er da nach einem Adapter gucken wollte. Andrea: wollte einen neuen Wasserhahn. Auch dort: ein Hin und Her zwischen den beiden … bis sie dann mit einem neuen Hahn an der Kasse endeten … Schick ist es nun, das neue Stück und: Gartenschlauch ist anklemmbar und: Andrea = glücklich/zufrieden. Wir? Wir hoffen sehr, dass der Andrea nun nicht einfällt, uns vor der Haustür abzubrausen (weder kalt noch warm), wenn wir wieder mal dreckig-bis-Anschlag heimkommen … 🫠

Am letzten Tag des letzten Jahres … Wie in den letzten Jahren, so wollten Andrea und Jörg auch dieses Mal wieder ins Kino zum Jahresabschlusskonzert der Berliner Philharmoniker gehen. Andrea hatte diesen Abend schon sehr-sehr lange vor Augen, sie hat immer geschaut, wann sie endlich die Plätze buchen kann. Und: sie war dann wohl auch sofort dabei, kaum dass Reservierungen überhaupt möglich waren und noch gut 2 Wochen, bevor das Konzert überhaupt beworben wurde. Andrea war glücklich. Lieblingsplätze (schön mittig) hatte sie im Sack. Und damit hat sie sich dann zurückgelehnt, das alles nicht mehr so verfolgt und sich auf den Abend gefreut. Um 17:00 gehen die Konzerte immer los – also sind Andrea und Jörg um 16:00 hier weggefahren. Bleibt immer Zeit, in Ruhe zum Kino zu fahren und vor derm Konzert ein Sektchen zu schlürfen. Dieses Mal: rein ins Kino, Plätze registrieren lassen (also Reservierung vorlegen), Programm mitnehmen und eine Etage höher die Bar anzusteuern. Während Jörg auf die Sektchen wartete, schaute Andrea ins Programm und: fiel fast vom Barhocker. Nüchtern versteht sich. Ihr quollen fast die Augen raus, als sie las: ein Wagner-Abend! Entsetzlich. Tannhäuser + Walküre. Schrecklich! Ganz und gar nicht die Welt unserer Zweibeiner. So furchtbar schwere, tiefe, dunkle Musik, und das dann auch jetzt noch am letzten Abend des Jahres? Andrea und Jörg waren sich einig: Sekt schlürfen und auf dem Absatz kehrt, heimwärts. Man kann, aber man muss sich sowas nicht antun.

War auch ganz gut so, dass die beiden zeitig heimgekommen sind. Hier hat es ja (wie sonst vielerorts auch) weit vor Mitternacht schon geknallt. Ist verboten, aber die Leute werden ja immer dümmer/einfältiger und frecher. Wir haben übrigens keine Angst vor den Knallern, aber: Wut im Fell. Wir haben jeden Kracher lautbellend begleitet. Schnauzehalten war nich … Witzig: ein einzelner Böller wird verbellt, die ganzen Kracher um Mitternacht – die haben uns nichts ausgemacht, wir haben tief und fest geschlafen. Alle. Längst haben Andrea und Jörg das jeweils lausige Sylvester-Fernsehprogramm satt und ein Warten auf Mitternacht macht keinen Sinn (vor der Flimmerkiste auf dem Sofa einschlafen und hoffen, dass man zeitig genug wach wird, um dann schlaftrunken eine Flasche Sekt zu öffnen, anzustoßen und dann auch noch trinken? 😵‍). Das neue Jahr kommt – mit uns oder ohne uns …

🕛

Nun sind wir einfach neugierig, wie 2024 so läuft … ohne Urlaub, den haben wir echt nicht auf dem Schirm und ob es uns Spaß macht, Jörg bei seinem Hobby Rennsport zu begleiten – steht derzeit auch in den Sternen. Ist immer viel Aufwand für uns und anstrengend. Wer sonst zu kurz kommt, bringt dann auch da kein Interesse auf.

Die Crew vom See, die ihren Freunden für das neue Jahr alles-alles Gute wünscht …

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