Da isses auch schon futsch,

Da isses auch schon futsch,

das erste Quartal …



Eben war noch Jahreswechsel, dann war der Januar dahin. Im Februar: Andrea hatte Geburtstag, Jörg ging zum Skilaufen mit seinen Freunden. März. Ja, und was ist eigenlich passiert bisher in 2024? Für uns nichts. Sagen wir mal so. Andrea und Jörg sehen das aber so ganz anders. Fangen wir mal an …

Heute hat Andrea eine Bestellung aufgegeben, für das hier:

Ein „Wauzipolster“ (Zeichnung by Jörg Gropper 🙃 – was er macht, das macht er richtig). Wauzipolster? Genau. Oder korrekt = Snugbox (Snug aus dem Englischen = kuschelig, gemütlich, behaglich, warm, mollig … halt all das, was ein Cairn so „braucht“). Sowas wird nun für uns angefertigt, und das von Susi von ourwoldoutside .

So ganz wissen wir nicht, was das soll und wohin damit. Andrea und Jörg wissen es. Dieses Wauzipolster kommt auf den Boden unserer neuen Ferienwohnung auf 4 Rädern …

Tatsächlich – wir schlagen uns unters fahrende Volk 🥳. Na, da sind wir aber mal gespannt, und zwar mächtig-gewaltig ! Okay – einmal geprobt haben wir ja schon, als wir den Jörg zum Motorradrennen ins Elsass begleitet haben. War ganz okay für uns. Und Andrea meint nun, dass wir uns ganz schnell an unseren eigenen Camper gewöhnen, das Reisen damit und darin lieben werden. So wie so viele andere Vierbeiner es auch tun. Hoffen wir mal, dass wir „andere“ sind 🤔.


Für Jörg ist das ein Einstieg in ein neues Reiseleben. Andrea hatte schonmal ein Wohnmobil, und zwar eines, dass diesem neuen sehr-sehr ähnlich war …

Mit/in diesem alten Wohnmobil war auch Jörg mal mit Andrea unterwegs. So zum Ausprobieren. Anfang August 2007. Ein Wochenende im Elsass, und das damals mit unserem Vorgänger-Trio Picabo, Svenja und Hamlet …

[Hier im Bild mit dabei: Hamlet]

Damals … Da waren die also mal kurz weg und dann musste Andrea sehen: Camping hat sich dem Jörg nicht erschlossen. Der Camper blieb in seiner Garage stehen und wurde dabei immer trauriger. Letztlich haben Andrea und Jörg bilanziert: sie würden die Zeit zum Verreisen nicht so haben, weil Jörg mehr in seiner Werkstatt lebte. Er lebt da zwar heute auch noch. Irgendwie. Andrea sagt oft, er kommt nur zum Übernachten und Wäschewechseln heim, aber: inzwischen hat es bei ihm *Klick* gemacht. Andrea heute: es braucht eben für alles so seine Zeit.

Jörgs Zeit ist eben jetzt gekommen. Das sicher auch deshalb, weil Jörg und Andrea im Spätsommer 2015 mal eine ganz tolle Hausboot-Tour gemacht haben. Südfrankreich. Canal du Midi. Und es war spannend, aufregend, toll. Urlaub nach eigenem Gusto. Wie es gerade kam. Freiheit.


Den Durchbruch für Jörg hat aber auch wohl gebracht, dass Jörg sein Motorrad von der Straße genommen und auf den Rennring gebracht hat. Motorradrennen – da fährt man hin, am besten am Tag vor dem Rennen, baut sich und das Renngeraffel auf und: bleibt. Man ruht sich noch aus, schläft und am Tag des Rennens startet Jörg dann ganz entspannt seine Maschine. So hat es ihm beim letzten Rennen Anfang September 2023 auch ganz toll gefallen. Entspannt aufstehen, Reifen schonmal wärmen und in aller Ruhe ein Käffchen genießen …

[Damals noch improvisiert mit Firmenlieferbussi und Mietcamper, es musste nicht gleich von Anfang an „perfekt“ sein, ist doch auch schön, wenn die Dinge im Laufe der Zeit (zusammen)wachsen]

Letztlich sei klar gewesen: ohne Wohnmobil wird das auf Dauer keine Freude machen. Entweder die beiden hätten die Möglichkeit gehabt, ein Wohnmobil zu mieten (ist sicher nicht immer einfach, wenn man auf die Renntermine schaut, die sich halt über die schöne Jahreszeit hinwegziehen und in der andere Leute eben auch Wohnmobile mieten) oder: Andrea hätte sich mal wieder einen Wolf gesucht, wenn es um Hotelzimmer geht. Ehrlich? Einen Wolf können wir nicht brauchen. Der futtert ja mehr als wir und mehr Schlaf-/Liegefläche braucht der auch 🙄.

Also: eigenes Wohnmobil. Andrea und Jörg haben sich Anfang Januar 2023 mal auf die Suche gemacht, mal geschaut, was denn in Frage kommen könnte. An einem bitterkalten Wintertag sind die beim Händler von Mobil zu Mobil gestapft. Der arme Verkäufer damals. Andrea sagte: der freut sich über jedes Mal, wenn er sehen muss, dass er einen Schlüssel zu irgend einem Wohnmobil nicht dabei hat, ihn holen muss und die kurze Pause nutzen kann, sich an die warme Heizung zu lehnen … 🥶😅.

So ging also das letzte Jahr dahin. Jörg wollte dieses, Andrea jenes. Auch war mal der Punkt erreicht, an dem Andrea sagte, es gäbe gar kein Wohnmobil und basta. Richtig: da waren die beiden echt an einem Punkt angekommen, an dem gar nichts mehr ging.

Andrea … die springt zwar schonmal aus dem Körbchen, sie findet aber auch den Weg zurück. Sie ging dann mal ohne Jörg zum Händler. Sie wollte in Ruhe schauen. Keinen Jörg daneben, der wie Inspektor Columbo daherkommt: „Ich hab‘ da noch ’ne Frage“. Doch, genau so kennt Andrea ihren Jörg … den Jörg, der ein möglicherweise in Frage kommendes Wohnmobil gleich mal in aber auch allen Ecken überprüft (bis wirklich in die letzte), sich das Teil von oben und unten genau ansieht 🤓.

Das dann vorerst Letzte zum Thema Womo in 2023 war dann ein Besuch auf einer Caravanmesse. Und wie zuvor: Jörg kniete sich in alles(!) rein. Andrea? Saß warten mit einem Mineralwässerchen in der Hand auf einer Festzelt-Bank 😔. Der dort zuständige Verkäufer = neben ihr. Jörg hatte einen Techniker ausgemacht und dem lag er nun in den Ohren 🥴.

Nach jenem Messebesuch war klar: Jörg musste einen großen Auftrag in Ravensburg umsetzen. Keine Zeit für Nebenkriegsschauplätze. Das hatten die beiden dem Verkäufer auch so gesagt.

Ravensburg. War anstrengender als gedacht (ist ja oft so). Bis zum Jahreswechsel hatte Jörg keinen Kopf für andere Sachen. Jahresanfang. Das Jahr nahm Fahrt auf.

Wohnmobil? Das Thema ruhte. Dann griff Andrea es wieder auf. Ihre Überlegung: wenn das Wetter besser wird, kommen die Leute aus ihren Löchern und machen sich auch auf die Suche nach Wohnmobilen. Damit lag/liegt Andrea richtig. Sie schaute mal, ob das Wunschmobil überhaupt noch zu kriegen oder zwischenzeitlich verkauft sei. Es war noch da. Aber … da sprang der Andrea dann doch noch ein anderes Modell ins Auge, und das … das ist nun das unsrige, das ist beiden gerecht geworden. Ende April holen Andrea und Jörg es hierher.

Bis dahin wird noch irgendwas rund um Anhängerkupplung und Solar umgesetzt. Ende April. In ca. 4 Wochen also. Und hier laufen die Vorbereitungen. Auch für uns. Andrea hat sofort eine Schublade an Bord für uns reserviert (für unser Futter, unsere Leckerlies … hey bitte: wir reisen ganz sicher nicht in einer Schublade! 😂).

Unser Wauzipad ist bestellt. Andrea ist dabei, sich Gedanken um all-möglichen-Kram-innen zu kümmern, Jörg ist für die Abteilung „Technik“ zuständig. Fahren werden die beiden es gemeinsam. Andrea eher weniger. Sie freut sich darauf, mit einem Kissen und einer Decke gemütlich auf dem Beifahrersitz zu sitzen, es sich da gemütlich zu machen … 😊. Dennoch wird auch sie sich am Steuer einrichten. Niemand wünscht es sich, aber es könnte ja doch sein, dass Jörg als Fahrer mal kurzzeitig ausfällt (neulich gelesen: da hat ein Paar Campingurlaub gemacht, die Frau ist mit dem Rad gestürzt und hat sich Oberarm + Schulter gebrochen; dann ist auch aus mit Einsatz am Steuer). Dann muss Andrea uns heimkutschieren. Logisch, oder?

Rund um diese neue Freizeitform blieb Andrea und Jörg auch nichts anderes übrig, als in ein paar neue Räder zu investieren (die in die Jahre gekommenen Bestandsräder sehen echt traurig aus – so wie das alte Wohnmobil damals).

Nun auf neuen Wegen: Ebikes. Bisher total uninteressant für Jörg und Andrea, nun ein Muss. Jörg hat sich auch darum gekümmert und tolle Klappräder gefunden. Ist der Andrea so wichtig, dass man sie zusammenklappen und in der Wohnmobilgarage verstauen kann. Für uns steht für Radausflüge auch ein Hänger bereit. Und typisch: während Andrea und Jörg auf neue Räder setzen, müssen wir die olle Kutsche fahren. Na, mal sehen, wie das wird und erstmal überhaupt läuft. Jörg ist so nebenbei dabei, sich um die Verbindung zwischen Anhänger und Rad zu kümmern. Gar nicht so leicht. Oder so: das hatte er sich anders vorgestellt. An die neuen Räder hier hat ganz sicher noch niemand einen Hänger gehängt (das sind eher so „Büromensch“-Räder) 🫣 … Wir sind dann mal gespannt …

Und ein Bild von früher – als Elisabeth I. noch Einzelhund war und auch mit auf Reisen ging (hier waren sie mal in Kappeln)

Übrigens: Andrea sagt, dass da auch 3 Cairns reinpassen. Wird sicher gemütlich für uns … 😅.


Und da wir es gerade so mit Erinnerungen haben – Andrea schwelgt auch gerade sehr in solchen …

Damals. Das erste Wohnmobil. Es kam, weil Andrea und ihr Mann Otto damals von Rente und Reisen träumten. Ja, klar – Andrea war 15 Jahre jünger als Otto. Auch klar: sie wäre mit ihm in die Rente gegangen. Und Otto – entgegen der Vorjahre und seiner damaligen Vorstellung von Urlaub und Freizeit … fand dieser Otto zu Andreas Überraschung auch Spaß am Campingleben. Ein Manager, der auf Unabhängigkeit (von Hotels und Flügen) und Genuss (freies Reisen, lecker essen&trinken … ) schielte. Was in seinen jungen Jahren unvorstellbar war, das rückte in greifbare Nähe. So sind die beiden im August 2002 mit einem eigenen Wohnmobil ins Abenteuer Camping eigestiegen (nachdem sie zuvor erstmal mit einem Miet-Camper getestet hatten, ob es überhaupt was für sie ist).

2002 – damals – auch das: nix mit Navi, nix mit Internet … Man las Karte und orientierte sich an Campingbüchern, -führern. Austausch zu neuen Angeboten auf dem Campingmarkt? Nix mit Facebookgruppe oder so – persönlich auf dem Campingplatz. Wenn man Glück hatte.

Da war die Welt noch eine echt kleine. Aber auch eine schöne. Vielleicht waren die Erwartungen nicht so groß. Man fuhr einfach drauflos. Irgendwie passte trotzdem alles. Möglich, dass es heute anders aussieht, dass auch die Erwartungen andere sind. Nicht nur die von Andrea und Jörg – wir müssen ja auch damit leben, dass es nicht nur nette Camping-Zeitgenossen gibt, die sich anpassen mögen, für die Rücksichtnahme heute ein Fremdwort ist. Nun – wir werden sehen …

Andrea aber träumt gerade echt noch von den „guten alten Zeiten“ (ist aber auch total happy, dass es heute so viel einfacher geht, leichter ist, Informationen zu bekommen, zu sammeln – es lebe das Internet).

Am Rande: Andrea hat damals Fotoalben angelegt, Reisenotizen gemacht – die sind heute so schön und auch wertvoll. Andrea schlägt ein Album auf und die Reise ins Traumland beginnt. Beschluss: Internetseiten hin oder her – auch künftig möchte sie Alben anlegen. So unter uns: ein Album kann man halt auch immer und überall in die Hand nehmen … 😇.

Und es war einmal: Österreich, Italien, Istrien, Deutschland, Frankreich, Griechenland. Andrea: ihr war gar nicht so bewusst, wie oft/viel/weit sie mit Otto im Wohnmobil unterwegs war … Ein paar wenige alte Bilder aus der Zeit – einfach abfotografiert, teils in nicht so doller Qualität …

[Nun, die einen oben, die anderen unten … 😄]

Aus dem Traum vom Rentner-Campen ist dann leider nichts geworden. Otto ist Ende 2003 schwer erkrankt und Anfang Mai 2005 verstorben …


Mal so gesehen: auch wenn wir nicht jeden Schritt hier in der Hütte kommentiert haben: sooo wenig war auch nicht los. Nebenbei hat Jörg auch noch Geld für seine Werkstatt ausgeben müssen – ein neuer Lieferbussi war fällig (so vonwegen TÜV und so). Seinen neuen Hänger hat er auch endlich abgeholt (war schon lange seiner und bezahlt, stand trotzdem noch beim Händler, weil da noch was aufgebaut werden sollte, womit Jörg nun aber eigene/andere Wege geht).

Also: wir sind jetzt gespannt, was die neue Zeit mit/im Camper bringt. Bis es dann in Kürze soweit ist, schauen wir uns das Treiben hier in der Hütte an. Und wer weiß … vielleicht kriegen wir ja doch auch noch ein neues Wägelchen (Fahrrad-Hänger) … Wie sagt Jörg gerne? „Na, Hauptsache, den Wauzis geht es gut!“ 😎

Letztlich zählt für uns aber nur eines: was immer die Zweibeiner machen = dabeisein! Wo Jörg und Andrea sind – da fühlen auch wir uns wohl! Und wenn dann auch noch die Futterlage stimmt (wir hörten läuten, dass wir im Camper unserem Essen sehr viel näher sein sollen, als im Haus, *jipiiii* … ) – sind wir im 7. Himmel 🥰 …

Vom See …

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